Der Anteil von Solarstrom an der heimischen Stromerzeugung wuchs 2025 auf rund 18 Prozent und überholte damit Braunkohle und Erdgas.
Stromerzeugung aus PV-Anlagen erreicht Rekordhoch
08.01.2026
Insgesamt erzeugten die hierzulande installierten 5,5 Millionen Photovoltaik-Anlagen (PV) im vergangenen Jahr rund 87 Terawattstunden (TWh) Strom (2024: 72 TWh). Das geht aus einer vorläufigen Jahresbilanz des Bundesverbandes Solarwirtschaft e. V. (BSW-Solar) auf Basis von Daten des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE hervor. Damit zählt Solarenergie nach Windenergie (rund 27 %) zu den zwei wichtigsten Stromerzeugungsquellen in Deutschland. Erst danach folgen Erdgas und Braunkohle mit einem Anteil von 16 beziehungsweise 14 Prozent.
Trotz der positiven Erzeugungsstatistik warnt der Verband – ebenso wie der ZVEH – vor einer rückläufigen Entwicklung beim Photovoltaik-Zubau. So ist die Stromerzeugung aus Photovoltaik-Anlagen laut BSW-Solar zwar deutlich gestiegen, das Ausbautempo habe 2025 aber deutlich nachgelassen. Auch der ZVEH hatte bereits im Frühjahr 2025 darauf hingewiesen, dass die Installationszahlen im PV-Bereich rückläufig sind.
Nach Angaben des BSW-Solar wurden nach vorläufigen Prognosen im Jahr 2025 neue Solarstromanlagen mit einer Leistung von rund 17,5 Gigawattpeak (GWp) in Deutschland in Betrieb genommen. Im Vorjahr waren es 17,7 GWp. Während der PV-Zubau auf Eigenheimen (– 25 %) und Gewerbedächern (– 5 %) in 2025 deutlich zurückging, legte die neu installierte PV-Leistung ebenerdig errichteter Solarparks (+ 25 %) und kleiner Steckersolargeräte („Balkonkraftwerke“ / + 25 %) kräftig zu.
Um das für das Jahr 2030 gesetzlich verankerte Photovoltaik-Ausbauziel in Höhe von 215 GWp zu erreichen, ist allerdings ein jährlicher PV-Zubau von rund 20 Gigawatt erforderlich. Dieses Ziel wurde 2024 und 2025 unterschritten. Auch ist mit einer PV-Gesamtleistung von aktuell rund 118 GWp erst gut die Hälfte des Weges geschafft (s. Grafik).
Quelle: BSW-Solar / ZVEH